| Reisemedizin | ||||
Reisen in subtropische und tropische Regionen sind mit erhöhten Gesund- heitsrisiken verbunden. Bei etwa einem Drittel der Reisenden, die solche Ge- biete aufsuchen, ist mit reise-assoziierten Durchfallerkrankungen zu rechnen, die in der Regel milde verlaufen und spontan ausheilen. Das Krankheitsspek- trum umfasst aber auch potenziell lebensbedrohliche Infektionskrankheiten wie Malaria oder Typhus. In den letzten Jahren wurden jeweils zwischen 800 und 1.000 Malariafälle pro Jahr nach Deutschland importiert. Die Mehrzahl der Erkrankten hatte die Infektion in afrikanischen Ländern südlich der Sahara erworben. Auch die Gefährdung durch andere Krankheiten, die durch erregerhaltige Nahrungs- mittel (Hepatitis A), durch Stechmücken (Dengue-Fieber) oder auf sexuellem Wege (HIV-Infektion und Hepatitis B) übertragen werden, ist nicht zu unterschätzen. Das Risiko der meisten reisebedingten Infektionskrankheiten kann durch ge- eignete vorbeugende Maßnahmen deutlich reduziert werden (Nahrungsmittel- hygiene, Impfungen, medikamentöse Malariaprophylaxe, Mückenschutz). Allerdings bestehen sowohl in der Beratung der Reisenden etwa durch Ärzte und Reiseveranstalter als auch in der Umsetzung der Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen durch die Reisenden selbst noch erhebliche Defizite. Angesichts der ungebrochenen Reiselust der Bevölkerung und der starken Verbreitung bestimmter Infektionskrankheiten in vielen Reisegebieten wird die Bedeutung einer kompetenten reisemedizinischen Beratung und Betreuung weiter zunehmen. Wir beraten Sie gerne über die in Hinblick auf Ihr Reiseziel geeignete medizinische Vorsorge und helfen Ihnen bei der Zusammenstellung einer umfassenden Akutversorgung für die Zeit Ihres Auslandsaufenthaltes. |
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