Mangelernährung

Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität werden maßgeblich von der Ernährung bestimmt. Eine geeignete Nährstoffkombination liefert die Grund-
lage für alle Körperfunktionen und -strukturen. Bei gesunden Menschen sichert das tägliche Essen die Versorgung mit allem, was der Organismus braucht. Allerdings gibt es Situationen, in denen die Nahrungsaufnahme
nicht ausreicht oder sogar unmöglich ist.

Unzureichende Nahrungszufuhr führt aber unweigerlich zu einer Mangel-
ernährung, die den Verlauf einer Erkrankung negativ beeinflusst, die Hei-
lungschancen mindert und selbst ein hohes Krankheitsrisiko birgt. Um einer drohenden Mangelernährung vorzubeugen oder eine bereits bestehende zu behandeln, wird die Ernährung zur therapeutischen Maßnahme.

Eine Mangelernährung entsteht, wenn die Zufuhr an Nährstoffen über län-
gere Zeit geringer ist als der tatsächliche Bedarf. Dabei kann ein genereller Nährstoffmangel vorliegen, es kann aber auch nur an einzelnen unver-
zichtbaren Nährstoffen mangeln.*

Die Ursachen einer Mangelernährung können vielfältig sein, beruhen aber oft auf erhöhtem Bedarf (z.B. bei Tumorerkrankungen, Fieber, Verletzungen oder Operationen), zu geringer Aufnahme (z.B. wegen Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Kau- oder Schluckstörungen, Völlegefühl, schwierig einzuhal-
tenden Diätvorschriften, neurologischen Erkrankungen, gestörter Verdau-
ungsfunktion) und übermäßigen Verlusten (z.B. durch Darmerkrankungen, Erbrechen, Durchfall).

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