| Diabetes Mellitus | ||||
Bei einem gesunden Menschen funktioniert der Zuckerstoffwechsel in groben Zügen so: In der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) wird Insulin produziert und gespei- chert. Bei der Nahrungsaufnahme empfängt die Bauchspeicheldrüse das Signal, Insulin in die Blutbahn abzugeben, um den Zucker aus der Nahrung zu verwerten. Erst das ausgeschüttete Insulin ermöglicht den Muskelzellen im Körper, Glucose aus der Blutbahn aufzunehmen und sie in Energie um- zuwandeln. Auf diesem Weg sinkt der Blutzuckerspiegel nach Nahrungsauf- nahme und anschließender Insulinausschüttung innerhalb von ca. 2 bis 3 Stunden wieder auf ca. 60-100 mg/dl und wird konstant auf diesem Niveau gehalten. Essen wir nicht, muss der Körper Zuckerreserven aus entlegenen Depots mobilisieren. Es gibt zwei Typen von Diabetes mellitus (griechisch: honigsüßer Durchfluss), die unterschiedliche Ursachen haben: Typ-I tritt meist schon in der Kindheit auf und ist erblich bedingt. Der Er- krankte leidet an einem absoluten Insulinmangel. Die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse sind durch das eigene Immunsystem zerstört worden. Einfache Symptome eines Typ-I-Diabetes sind starke Gewichtsab- nahme (ohne Insulin ist eine Zuckerverwertung und damit der Aufbau von Körpermasse nicht möglich), großer Durst und häufiges Wasserlassen. Der Körper ist alleine nicht in der Lage, die Energie aus der Nahrung zu ver- werten, der Erkrankte muss seinen Stoffwechsel durch Insulingabe (Injektion) selbst steuern. >>Fortsetzung |
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